Im Herbst 1835, während die Schweiz zwischen

altem Kantonsgeist und neuem Bundesgedanken

zerrissen ist, wird der örtliche Lehrer in der

bergigen Gemeinde Andermatt tot aufgefunden. Die

Leiche liegt in der Kirche, umgeben von

verbrannten Dokumenten, als ob jemand versucht

hat, eine Spur zu tilgen.

Die ambitionierte Politikerin Clara Weber, eine

junge Frau aus Zürich, wird von der

Gemeindevertretung gebeten, den Mord zu

untersuchen. Sie bringt ihre Erfahrung mit dem

Untersuchungsrecht mit, doch die lokalen Beamten

sind skeptisch – sie haben nicht viel Vertrauen

in Frauen, die politische Ambitionen hegen.

Clara entdeckt, dass der Lehrer vor seinem Tod

einen geheimen Brief an den Gouverneur des

Kantons Uri geschrieben hatte. Darin beschrieb

er eine geheime Vereinbarung zwischen einigen

Grossgrundbesitzern und einem ausländischen

Finanzier, der die Bergregion für Eisenbahnbau

erschliessen wollte. Die Idee war, die Alpen zu

durchqueren, doch die Bauarbeiten würden die

Dorfstruktur zerstören.

Die Erkundungen führen Clara ins Tal, wo sie mit

den Dorfbewohnern spricht. Jeder scheint etwas

zu wissen, doch niemand will sich äussern. Ein

alter Mann, der im Schutz der Dunkelheit lebt,

gibt ihr einen Hinweis: „Der Mörder trägt das

Zeichen des Stahls.“

Als sie den Auftrag weiter verfolgt, wird ihr

klar, dass der Mord kein Einzelfall ist. In

anderen Dörfern gab es ähnliche Vorfälle, und

immer wieder taucht der Name eines reichen

Großgrundbesitzers auf, der sich gegen die

Eisenbahnprojekte stemmt.

Ein Sturm bricht über die Berge herein, und

Clara muss sich in einer Höhle verstecken,

während sie den nächsten Beweis sammelt. Dort

findet sie einen verborgenen Raum, in dem alte

Karten und Akten lagern. Mit diesen Beweisen

kann sie den Mörder identifizieren – doch der

Mordfall ist nur ein Teil einer grösseren

Verschwörung.

Die Untersuchung endet damit, dass Clara den

wahren Mörder entlarvt: einen ehemaligen

Soldaten, der sich in den Dienst der

Grossgrundbesitzer gestellt hatte. Doch die

politischen Konsequenzen ihrer Enthüllung sind

noch unklar. Die Region steht am Rand eines

Bruchs – zwischen altem Kantonsgeist und neuem

Bundesgedanken. Und Clara weiss, dass ihr Kampf

erst jetzt beginnt.