Im Jahr 1842 steht Zürich unter Druck. Die

Strassen sind voll von Demonstranten, die für

eine stärkere Bundesmacht rufen. Am Rande dieser

Unruhen steht Clara Meier, eine junge

Frauenrechtlerin und Politikerin aus dem Kanton

Zug, die ihre Stimme für eine moderne Verfassung

erhebt. Ihre Ideen sind neu: eine

parlamentarische Demokratie, die auch Frauen

wählen und gewählt werden lassen soll. Doch in

den Kantonalen Ratshäusern sitzen noch immer

Männer, die das Recht auf die Erde vererbt sehen.

Clara organisiert geheime Treffen mit liberalen

Theologen und Handwerksmeistern, um

Unterstützung zu sammeln. Sie nutzt die Kirchen

als Deckung, wo ihre Reden über Emanzipation und

Gleichheit in den Gängen widerhallen. Doch ihr

Aufstieg ist nicht ungefährdet. Der ehemalige

Kantonsrat Ulrich Frey, ein konservativer

Adliger, setzt alles daran, ihre Bewegung zu

untergraben. Er verbreitet Gerüchte über ihre

«unwürdigen» Verbindungen zu radikalen

Ausländern und wirft ihr vor, die Ordnung der

Väter zu gefährden.

In den Alpen zwischen Luzern und Uri entsteht

ein neues Geheimnis. Ein Bergbauunternehmen,

finanziert durch ausländische Kapitalgeber, will

die Region für seine Mine erschliessen. Clara

sieht darin eine Chance, die Landwirtschaft zu

revitalisieren – doch Frey nutzt das Projekt, um

sie als Aufrührerin zu brandmarken. Seine

Anhänger blockieren die Bergwerke, indem sie

Holzschutzgesetze anwenden, die seit Jahrzehnten

nicht mehr angewandt wurden.

Am Tag des Nationalfeiertags 1843 kommt es zum

Höhepunkt. Clara spricht vor einer Versammlung

von tausend Menschen am Seeufer. Sie trägt einen

Brief mit, den sie direkt vom Bundesrat erhält:

eine Anerkennung ihrer Petition, die Frauen bei

Wahlen zu beteiligen. Doch bevor sie ihn öffnen

kann, wird sie von einem Stein geworfen. Sie

fällt in den See, aber ihr Brief bleibt an der

Uferbank liegen.

Ein junger Journalist findet ihn und

veröffentlicht ihn am nächsten Tag. Die Stadt

gerät in Aufruhr. Frey wird wegen seiner Rolle

im Angriff auf Clara entmachtet. Clara selbst

wird in ein Krankenhaus gebracht, doch ihre

Ideen haben sich verbreitet. Das Idyll der alten

Ordnung ist gebrochen. Die Schweiz steht vor

einer neuen Zeit – und Clara Meier wird zur

Legende.

Die Hard Rules:

Keine Frau darf in einem Parlament sitzen,

solange kein Mann sie dafür empfiehlt.

Jede politische Reform muss mit der Zustimmung

aller Kantone abgesegnet werden.