Im Winter 1842, während der Regenerationszeit,
wird die Dorfkapelle von Schwyz zu einem Tempel
für neue Lehren. Eine Gruppe Frauen, unter ihnen
die ehemalige Lehrerin Elisabeth Ritter, wird
von dem charismatischen Sektenführer Markus Voss
angezogen. Er predigt eine mystische Bergkunde,
die mit alten Sprachbräuchen und neuen
politischen Ideen verbunden ist. Die Frauen
folgen ihm ins Gebirge, wo sie sich von der Welt
absondern.
Die Gemeinschaft wächst, doch die Ideen von Voss
beginnen sich zu verändern. Er spricht nicht
mehr nur von spiritueller Reinheit, sondern
fordert offene Rebellion gegen die konservativen
Kantone. Ein Tabubruch geschieht, als Elisabeth
entdeckt, dass Voss geheime Dokumente aus dem
Staatsschatz besitzt – Papiere, die die
finanzielle Unabhängigkeit der Schweiz bedrohen.
Sie versucht, sie zu zerstören, doch Voss
erkennt ihre Absicht.
In einer Nacht, als ein Sturm die Berge
schneidend durchzieht, wird Elisabeth im Schnee
gefangen genommen. Die anderen Frauen, getrieben
von Angst und Glauben, schließen sich Voss an.
Doch der Berg ist kein guter Freund. Eine Lawine
reißt das Lager mit sich, und unter den Trümmern
bleibt nur ein einziger Schatten zurück – der
von Elisabeth.
Die Dorfältesten finden ihre Leiche am Fuße
eines Gletschers, mit einem Buch in der Hand,
das nicht ihres ist. Der Berg hat seine Stimme
erhoben, und das Dorf muss sich fragen: Wer war
wirklich der Meister des Verstandes?
Die Schweiz bleibt still, aber der Schnee trägt
noch immer Geheimnisse.


