Im Zürichseegebiet, 2037, wird der ehemalige
Bergsteiger und Kriegsveteran Markus Huber von
einem Unfall im Alpenklima gezeichnet. Seine
Hände zittern, sein Verstand ist geteilt — doch
in ihm brennt die Erinnerung an den
Schmiedehammer seines Vaters, der vor dem
Zweiten Weltkrieg in einem Dorf am Fuße des
Säntis gearbeitet hat. Die Handwerkstradition,
so glaubt er, könnte ihn retten.
Eine neue Technologie, das sogenannte
„ZwischenraumPortal“, ermöglicht es Menschen,
für kurze Zeit in eine Parallelwelt zu wechseln,
wo die Schweiz noch im 19. Jahrhundert steckt —
eine Epoche voller Handwerker, Dörfer und
unverfälschter Sprachidentität. Markus wird in
diese Welt geschleudert, als Teil eines geheimen
Forschungsprojekts, das unter dem Deckmantel der
Nachkriegsnostalgie operiert. Doch hier ist die
Handwerkstradition lebendig, und der
Schmiedehammer seines Vaters existiert als
legendäres Werkzeug, das nur von einem Mann
gebraucht werden kann: einem Traumatisierten.
In dieser Parallelwelt muss Markus sich zwischen
zwei Welten bewegen. In der Gegenwart ist er ein
Gefangener seiner Erinnerungen, in der
Vergangenheit ein Fremder, der mit Gewalt und
Misstrauen aufgenommen wird. Ein Dorf am Säntis,
das von der Regenerationszeit geprägt ist, sieht
in ihm einen Gesandten aus einer anderen Zeit —
oder einen Spion. Seine Aufgabe: den
Schmiedehammer zu reparieren, bevor die Maschine,
die die Parallelwelt mit der Gegenwart verbindet,
zusammenbricht.
Die Hard Rule: Jeder, der das Portal nutzt,
verliert ein Stück seiner Erinnerung. Markus’
Trauma wird immer stärker, je länger er bleibt.
Die zweite Regel: Niemand darf erfahren, dass
die Parallelwelt nicht stabil ist — sie ist ein
Experiment, das niemals der Öffentlichkeit
bekannt gemacht werden darf.
Als der Schmiedehammer endlich repariert ist,
bricht die Maschine zusammen. Markus erwacht in
der Gegenwart, aber seine Erinnerungen sind
zerbrochen. Er kann sich nicht mehr daran
erinnern, wer er ist — nur noch das Gefühl, dass
etwas Wichtiges verloren ging. Der Hammer liegt
in seinem Arbeitszimmer, unbenutzt, doch in der
Tasche befindet sich ein kleiner Metallring, der
den Code für das Portal trägt.
Er wird nie wieder zurückkehren. Die
Parallelwelt ist tot. Die Handwerkstradition ist
gerettet. Und Markus Huber, der traumatisierte
Veteran, ist jetzt nur noch ein Mann ohne Namen,
der durch die Schweiz wandert — ein
Bergsteigerdrama, das niemals enden wird.


