Im schweizerischen Alpenort Täsch, zwischen
Gletschern und stillen Hütten, lebt Johann
Ritter, ein sturer Bergbauer, der seit drei
Generationen auf demselben Grundstück arbeitet.
Seine Familie hat den Berg schon lange als
Eigentum betrachtet, doch mit der
Regenerationszeit verändert sich auch die
Landesordnung: Die Gemeinden müssen nun
landesweit abstimmen, wer über die Bergrechte
entscheidet.
Johanns Tochter Lena, eine junge Frau mit
Ambitionen, kehrt aus Zürich zurück und bringt
neue Ideen mit – und einen neuen Mann namens
Markus, einen ehemaligen Journalisten, der sich
für Dorfgeheimnisse interessiert. Zwischen Lena
und Johann entsteht eine Dreiecksbeziehung, denn
Markus forscht nach einer alten Karte, die den
Berg nicht als Eigentum, sondern als heilige
Stätte der antiken Alpiner bezeichnet.
Die Dorfintrige wird brenzlig, als bei einer
Abstimmung über die Bergrechte ein Schrei im
Schnee ertönt – eine alte Frau, die unter dem
Berg wohnte, ist tot. Ihre Hütte enthält
Dokumente, die den Berg als heiligen Ort
bestätigen, was die lokale Historie komplett
umschreibt. Die Dorfältesten, die bislang die
Traditionen schützten, sind in Panik.
Johann, immer noch stur, weigert sich, die
Dokumente zu übergeben, doch Lena und Markus
entdecken, dass die alte Frau vor ihrem Tod eine
geheime Verschwörung gegen die Bergrechte
aufgedeckt hatte – eine Intrige, die den
Dorfklatsch in Bewegung setzte. Als die Polizei
eintrifft, wird Johann von einem alten Freund,
der jetzt für die Stadtregierung arbeitet, unter
Druck gesetzt.
Der Berg, der bislang nur ein Grundstück war,
wird zum Symbol einer zerbrochenen Identität.
Johann, zwischen Tochter, Geliebtem und altem
Glauben gefangen, sieht sich gezwungen, die
Dokumente zu verbrennen – doch die Asche fliegt
in den Wind, und mit ihr das letzte Geheimnis
des Berges. Das Dorf bleibt unverändert, doch
die Menschen wissen jetzt, dass sie nie wirklich
gewusst haben, was unter ihren Füssen lag.
In der kalten Nacht danach sitzt Johann allein
am Feuer, während Lena und Markus im Dorf weiter
Streit anfachen. Der Berg schweigt.


