Im Zentrum Zürichs wird ein neues Gebäude

errichtet, das als symbolträchtige Stätte für

die Regenerationszeit dienen soll – ein Werk des

visionären Architekten Albrecht Fähndl. Sein

Entwurf kombiniert modernes Design mit

traditionellen Holzschnitzereien aus dem

Appenzellerland, um den Konflikt zwischen

Fortschritt und Heimat zu spiegeln. Doch im

Bauamt wird er bald von einer unbekannten Gruppe

unter Druck gesetzt, die verlangt, dass

bestimmte Räume geheim bleiben.

Fähndl entdeckt, dass ein Teil des Gebäudes

nicht für Öffentlichkeit zugänglich ist, sondern

für eine geheime Versammlung bestimmt ist. Die

Pläne zeigen einen Raum ohne Fenster, in dem

keine Akustikdämmung vorhanden ist – ein Ort, an

dem Gespräche nicht abgehört werden können. Er

fragt nach, doch die Papiere sind unleserlich,

und die Beteiligten weigern sich, weitere

Details preiszugeben.

Als er bei einer Baupause in einem alten Schrank

im Keller stößt, findet er ein Tagebuch, das ihm

gehört, aber nicht von ihm geschrieben wurde.

Die Einträge beschreiben ihn als jemanden, der

seine Identität verloren hat – eine Person, die

unter dem Namen Albrecht Fähndl lebt, aber

niemals wirklich existiert hat. Die Zeilen sind

sarkastisch formuliert, voller Spott über die

Wohlstandskritik, die er vorgibt zu teilen, doch

in Wirklichkeit nur nutzt, um sich in der

Gesellschaft zu bewegen.

Er versucht, das Tagebuch zu zerstören, doch es

verschwindet vor seinen Augen, als ob es nie

dagewesen wäre. Stattdessen erhält er eine

Einladung zu einer privaten Veranstaltung im neu

gebauten Gebäude. Als er dort ankommt, wird er

von einer Gruppe ehemaliger Kommilitonen begrüßt,

die alle behaupten, sie hätten ihn lange

vermisst. Sie sprechen über eine Bewegung, die

sich gegen die Finanzgeheimnisse der Banken

wendet – eine Idee, die Fähndl nie selbst hatte.

Die Veranstaltung endet damit, dass er vor ein

Publikum tritt und eine Rede hält, die er nicht

verfasst hat. Die Worte sind scharf, sarkastisch,

und sie klingen, als käme sie direkt aus seinem

eigenen Inneren. Doch als er sieht, wie die

Menschen applaudieren, merkt er, dass sie nicht

wissen, wer er wirklich ist. Die Identität, die

er jahrelang als eigene getragen hat, war nie

seine – sie war gestohlen worden.

Am nächsten Tag wird das Gebäude offiziell

eröffnet. Es wird als Symbol für die

Regenerationszeit gefeiert, doch in den Mauern

verbirgt sich etwas anderes: ein geheimes Zimmer,

in dem niemand hineingelassen wird. Fähndl

bleibt stehen, blickt hinein und fragt sich, ob

er je wieder herauskommen wird.