Die letzte Siedlung am Fuße des Gotthardpasses

wird von einer strengen Regierung kontrolliert,

die aus der Überreste der alten Bundesstaaten

hervorgegangen ist. Die Erbin des verlorenen

Bergfriedens, ein ehemals reicher Adelsgut,

kehrt heim, um ihre Erbschaft zu klären. Sie

trägt eine alte Karte mit sich, die auf einen

verborgenen Tunnel hinweist – eine Zeitmaschine,

gebaut im letzten Jahrzehnt vor dem

Zusammenbruch, um die Schweiz zu retten.

Ein Mann aus den unterirdischen Lagerstätten,

der als Wächter für die neue Regierung arbeitet,

folgt ihr schweigend. Sein Name ist nicht

wichtig, aber seine Anwesenheit ist eine

Verletzung der Regeln: Verbotene Liebe ist

strafbar, besonders wenn sie zwischen einem

Regierungsbeamten und einer Erbin besteht, deren

Familie den Staat im Krieg verraten haben soll.

Die Karte führt sie in die Höhlen unter dem

Gotthard, wo die letzte Technologie der alten

Welt noch funktioniert. Die Erbin entdeckt dort

Dokumente, die zeigen, dass die Schweiz nie

wirklich untergegangen ist – nur ihre Regierung.

Ein geheimes Komitee, bestehend aus ehemaligen

Bankiers und Politikern, hat die Macht

übernommen und manipuliert die Öffentlichkeit

durch Propaganda. Die politische Satire ist real:

Der Staat ist ein Karneval aus Lügen, und die

Bevölkerung tanzt in einem Zirkus ohne Ausgang.

Als der Wächter sie dabei ertappt, wie sie die

Dokumente kopiert, droht er ihr, sie ins Exil zu

schicken. Doch stattdessen küsst er sie – ein

Moment, der alles verändert. Die Regeln des

Staates sind klar: Keine Liebesbeziehungen

zwischen Klassen. Keine Erbin darf den Schatten

ihres eigenen Vermögens berühren. Kein Wächter

darf sich den Tod wünschen, wenn er den Befehlen

widerspricht.

Die Erbin flieht mit den Beweisen, doch der

Wächter folgt ihr. In der letzten Nacht vor dem

Tag, an dem die neue Regierung die alten Archive

zerstören will, treffen sie sich in einer Höhle,

um die Wahrheit zu teilen. Die beklemmende

Stille des Tunnels spiegelt ihre Angst wider –

nicht vor dem Tod, sondern vor dem Leben, das

sie jetzt haben könnten.

Die Regierung kommt. Die Waffen werden gezogen.

Die Erbin wirft die Dokumente in die Luft. Die

Wächter zögert. Für einen Augenblick sieht es so

aus, als würde er schießen – doch dann legt er

seine Waffe nieder.

Das System bricht zusammen. Die Schweiz erwacht

aus ihrem Traum. Die politische Satire ist

vorbei. Die Erbin wird zur Legende. Und der

Wächter verschwindet in den Bergen, wo niemand

ihn jemals wiedersehen wird.

Die Welt, die sie kannten, ist tot. Aber etwas

Neues beginnt.