Der Himmel über Zürich färbt sich grau, als die
Erbin des alten Bankhauses Wälti verschwindet.
Ihre Abwesenheit löst einen Sturm aus, der die
cantonalen Machtstrukturen erschüttert. Die
Regierung verhängt ein Notverordnung, die alle
Bankgeschäfte unter staatliche Kontrolle stellt.
Ein Bote aus dem Bergdorf Glarus bringt eine
Nachricht: die Erbin wurde in einem
unterirdischen Tresor gefangen gehalten, der
seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt wurde. Die
lokale Gemeinde weigert sich, die Polizei zu
rufen – sie hat Angst vor dem Verlust ihrer
Autonomie.
Die Erbin entdeckt, dass ihr Vater ein Geheimnis
bewahrte: ein Briefpapier mit einer Liste von
Namen, die alle Mitglieder eines geheimen Rates
umfassen. Sie versteht, dass ihr Erbe nicht nur
finanziell ist, sondern auch politisch. Der Rat
hat die Schweiz jahrzehntelang durch indirekte
Einflussnahme gesteuert.
Als sie versucht, die Liste zu verbreiten, wird
sie erneut entführt. Diesmal von einem Mann in
einer schwarzen Jacke, der ihr sagt, dass sie
nicht freiwillig gehen kann. Er zeigt ihr ein
Dokument, das besagt, dass die Kantone nach der
Regeneration kein Recht auf Selbstbestimmung
mehr haben.
Sie flieht in den Wald, wo sie auf einen
Bergsteiger trifft. Er kennt ihre Familie und
weiß von dem Brief. Er gibt ihr einen Schlüssel,
der den Tresor öffnet, in dem ihr Vater sein
Leben verbrachte. Darin findet sie eine Karte,
die auf einen alten Bahnhof im Jura hinweist.
Als sie dort ankommt, wird sie von einem
ehemaligen Soldaten aufgehalten. Er sagt, dass
ihr Vater ihn zur Bewachung des Tresors bestellt
hat. Er will sie nicht töten, aber er kann sie
nicht gehen lassen. Sie muss sich entscheiden:
fliehen oder bleiben.
Sie bleibt. Sie öffnet den Tresor und wirft die
Liste in den Fluss. Die Regierung schließt alle
Kantone für zwei Wochen. Die Erbin wird nie
wieder gesehen. Doch in den Dorfklatsch wird ihr
Name gesprochen, als ein neuer Tag anbricht.


