Der ideale Lehrer verlässt Zürich, um in einem

Dorf im Tessin zu unterrichten. Die Alpenwände

sind stumm, doch die Menschen sprechen nicht

über das, was sie wissen.

Die Übergangszeit bringt neue Regeln: alle

Briefe müssen durch einen zentralen Posten

laufen. Die Familie des Lehrers hat seit

Jahrzehnten ein Geheimnis, das mit dem Bergbau

und den Bankgeheimnissen verbunden ist.

Ein alter Mann stirbt unerwartet. Seine Tochter,

eine Rechtsanwältin, kehrt zurück. Sie will die

Akten sehen, doch die Dorfgemeinde blockiert sie.

Der Lehrer wird zum Vermittler, obwohl er nichts

von der Familie weiß.

Die Belagerung beginnt, als die Behörden die

Dorfverwaltung übernehmen. Alle Bewohner müssen

ihre Schlüssel abgeben. Die Kinder des Lehrers

werden beobachtet, seine Wohnung durchsucht. Er

wird aufgefordert, den Schuldigen zu nennen –

doch niemand gibt etwas preis.

Der Lehrer findet einen alten TagebuchEintrag,

der auf einen verbotenen Bergweg verweist. Dort

liegt ein verstecktes Lager, das seit der

Regenerationszeit existiert. Die Familie hat es

geschützt, aber jetzt ist es gefährdet.

Er geht hin, doch die Polizei blockiert den Weg.

Die Dorfältesten rufen ihn zur Rede. Sie sagen,

dass das Geheimnis sterben muss, um die Schweiz

zu schützen. Der Lehrer weigert sich, den Mund

zu halten.

Die Belagerung endet, als die Familie selbst die

Tür öffnet. Sie gibt die Akten frei, doch der

Lehrer wird entlassen. Die Dorfgemeinde bleibt

verschlossen, doch die Schweiz verändert sich.

Er zieht nach Genf, wo die Sprachkonflikte neu

beginnen. Doch in seinem Kopf bleibt das

Schweigen des Berges.