Die Schweiz ist eine zerbrochene Kette von
Städten, umgeben von Eis und Staub. Die alten
Banken sind zu Ruinen geworden, doch ihre
Geheimnisse leben weiter – in den Händen der
Überlebenden. In Zürich, im Schatten des Alps,
lebt Lena, eine junge Frau, deren Vater vor
Jahren verschwand, als er sich mit einem
verbotenen Wunderheilmittel befasste. Sie hat es
nie vergessen.
Ein Tag, auf dem Lena in den Ruinen einer
ehemaligen Bank einen Schrank findet, der nicht
geöffnet werden will. Mit einem selbstgebauten
Werkzeug knackt sie ihn auf. Darin liegt ein
Bündel Papiere – Rezepturen, Laborprotokolle,
und ein Foto ihres Vaters. Er hatte das Mittel
aus einem alten Schweizer Mythos entwickelt: ein
Heilmittel aus Alpenpflanzen, das Krankheiten
besiegen soll, aber nur in den Händen derer
wirkt, die es nicht verstehen.
Lena beschließt, das Mittel zu testen. Sie reist
in die Bergregionen, wo die letzte Siedlung noch
besteht. Dort wird sie von den Dorfbewohnern
gemieden – sie glauben, dass solche Dinge nur
den Tod bringen. Doch dann stirbt ein Kind an
einer Krankheit, die niemand heilen kann. Lena
nutzt das Mittel. Das Kind erholt sich. Die
Nachricht verbreitet sich wie ein Feuer.
Die Regierung der Schweiz, eine fragile Allianz
aus ehemaligen Bankiers und Soldaten, bemerkt
die Veränderung. Sie fürchten das Mittel, denn
es könnte die Macht der Banken untergraben. Lena
wird zur Zielscheibe. Eine Jagd beginnt. Sie
flüchtet ins Hochgebirge, wo die Luft dünn und
die Zeit still steht.
Dort, in der Einsamkeit, findet sie einen alten
Mann, der ihr Vater sein könnte. Er lebt in
einer Höhle, umgeben von Pflanzen und Büchern.
Er erklärt ihr, dass das Mittel nicht nur
körperliche Krankheiten heilt, sondern auch die
Seelen – aber nur, wenn man bereit ist, etwas zu
opfern.
Lena muss entscheiden: Will sie das Mittel für
alle teilen, oder bewahren sie es für sich? Die
Schweiz steht am Rand eines neuen Zeitalters.
Und sie, eine rebellische Tochter, trägt die
Last der Vergangenheit und die Hoffnung der
Zukunft in sich.


