Die Alpen sind nicht mehr grün, sondern schwarz

von Asche. Die Luft trägt den Geruch verbrannter

Holzstämme und verrotteter Erde. Ein Mann namens

Markus tritt durch die Ruinen eines Dorfes, das

vor zehn Jahren unter einem Nuklearsturm

zerstört wurde. Seine Hände sind rissig, sein

Blick leer. Er ist ein Veteran, ein Überlebender,

aber kein Held.

Im Schatten einer zerstörten Kirche entdeckt er

eine Frau, die in einem provisorischen Zelt lebt.

Ihre Namen sind nicht wichtig — nur dass sie auf

ihn wartet. Sie hat einen Koffer voller Fotos,

die vor dem Krieg existierten, und trägt sie wie

Reliquien. Sie nennt ihn „Frauen“, nicht aus

Respekt, sondern weil sie glaubt, dass nur sie

ihm helfen kann.

Ein neuer Konflikt bricht aus: Eine Gruppe von

Siedlern, die sich im Tal niedergelassen haben,

will die Ressourcen des Bergdorfes übernehmen.

Markus wird gezwungen, sich ihnen zu stellen,

obwohl er weiß, dass sie ihn töten würden, wenn

er scheitert. Die Belagerung beginnt. Er muss

sich entscheiden, ob er sich den Siedlern

anschließt oder für das Dorf kämpft, das ihn

einmal heilte.

Seine Traumata kehren zurück, als er die Stimmen

der Toten hört — die seiner Familie, die in dem

Sturm starben. Er rennt, flieht, doch die

Erinnerungen folgen. Er erreicht das letzte

Hochtal, wo der Schnee noch unberührt liegt.

Dort sitzt die Frau, die ihn erwartet. Sie

reicht ihm eine Karte, auf der ein Ort

eingezeichnet ist, den es nie gab. Ein Ort, der

nur in der Sehnsucht nach Ferne existiert.

Er nimmt die Karte an. Die Belagerung ist vorbei.

Der Kampf war nicht gegen die Siedler, sondern

gegen sich selbst. Doch die Welt ist immer noch

tot. Und er bleibt allein mit seiner Melancholie.